Cabreuva

 

Handelsnamen:

Cabreuva (Brasilien)

 

Botanische Bezeichnung:

Myrocarpus erythroxylon Fr. All.

Myrocarpus fastigiatus Fr. All.

Myrocarpus frondosus Fr. All.

(Familie: Leguminosae Papolionatae).

 

Herkunftsnamen:

Oleo vermelho, Oleo de macareo, Careba, Ici (Brasilien); Cabreuba, Incienso cabrioba (Argentinien).

 

Vorkommen:

Weit verbreitet in Süd-Brasilien und Argentinien, vereinzelter auch in Paraguay.

 

Charakter:

Der Baum hat eine Höhe bis etwa 30 m und eine nutzbare Länge bis zu 20 m astfrei. Er erreicht einen Durchmesser bis etwa 100 cm. Die Rinde ist rau, grau und sehr harzreich. Das Holz hat keinen besonderen Geschmack aber einen sehr intensiven und angenehmen Geruch ähnlich der Ceder. Splint und Kernholz sind scharf getrennt. Der Splint ist schmal und gelblich, während das Kernholz bräunlichrot ist, dekorativ mit dunkleren, teils schwarzen Adern durchzogen. Das Holz hat einen schönen, natürlichen Glanz. Die Struktur ist durchweg geradfaserig, Drehwuchs kommt sehr selten vor. Die Textur ist sehr fein und gleichmäßig, allerdings können Fehlerstellen innerhalb des Holzes vorkommen. Diese können zu Längsrissen führen. Im übrigen trocknet das Holz aber gut ohne merkliche Tendenz zum Werfen und zur Rissbildung. Es schwindet sehr wenig und ist sehr dauerhaft. Von Insekten wird es fast gar nicht befallen. Das Holz ist schwer, hart, sehr fest und elastisch. Die Bearbeitung ist nicht ganz einfach und erfordert einen größeren Kraftaufwand. Gehobelte Flächen werden sehr glatt, haben einen schönen Glanz und sind sehr gut zu polieren. Auch gut zu drechseln, messer- und schälfähig. Leim wird gut angenommen, Schrauben und Nägel sollten wegen der Härte des Holzes vorgebohrt werden und halten fest. – Spezifisches Gewicht 0,95 bei 15 % Feuchtigkeitsgehalt.

 

Verwendung:

Als Ersatz und im gleichen Umfange wie Cedrela (s. d.): als Bau- und Konstruktionsholz im Schiffs-, Wasser-, Tief- und Brückenbau, allgemeine Bauschreinerei, Fußboden und Parkett, aber auch im dekorativen Innenausbau, Furnierfabrikation, Möbelherstellung, Intarsien, Luxusgegenstände, Drechslerei etc. – Das Holz enthält in einem hohen Maße Öl, welches als Essenz in der Parfümerie verwandt wird, aber auch zu medizinischen Zwecken dient.

 

Handel:

Der Export ist gering. Lieferungen erfolgen als Rundholz und Furniere. Das Holz wurde erstmals nach dem Kriege importiert. Die Hauptbedeutung liegt in der Gewinnung von Parfüm-Essenz, die einen Umfang von jährlich ca. 50.000 t erreicht.

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