Erle
 
Botanische Bezeichnung:
Alnus glutinosa Gaertn.
Alnus communis Nouv.
Alnus februaria O. Ktze.
Alnus rotundifolia Mill.
Alnus vulgaris Pers.
Betula alnus glutinosa L.
 

Handelsnamen:

Schwarzerle, Roterle, Gemeine Erle (Deutschland); Aulne commun, Aulne noir, Vergne (Frankreich); Black alder, Common alder (Großbritannien); Alno ontana, Ontana nero (Italien); Elzen (Niederlande); Alano nigro, Aliso, Ameneiro (Spanien); Leppä, Tevaleppä (Finnland); Olse (Russland); Akce ag (Türkei); Hhamarayah (Arabien)

 

Vorkommen:

Die Heimat dieses Baumes erstreckt sich über ganz Europa bis nach Sibirien, Vorderasien und Nordwest-Afrika.

 
Charakter:

Der Baum erreicht Höhen bis 20 m und mehr, wobei der Schaft bis etwa 15 m astfrei ist. Die Durchmesser gehen bis 100 cm, gewöhnlich aber geringer und nur bis etwa 50 cm. Splint und Kernholz sind nicht unterschiedlich. Das Holz ist rötlichweiß bis gelbrot, unter Einwirkung von Luft und Licht aber rasch nachdunkelnd. Jahresringe und Zuwachszonen nur schwach erkennbar. Die Struktur ist gewöhnlich geradfaserig, Drehwuchs selten, die Textur ist grob und gleichmäßig. Die Rinde ist an jungen Bäumen grünlich, später in dunkelbraun übergehend und ziemlich rissig werdend. – Die Trocknung vollzieht sich schnell und gut, ohne stärkere Tendenz des Reißens und Werfens. Im trockenen Zustand hat das Holz ein gutes Stehvermögen. Es schwindet mäßig und ist nicht dauerhaft. Besonders anfällig ist es beim Wechsel zwischen Feuchtigkeit und Trockenheit, hat aber unter Wasser eine unbeschränkte Haltbarkeit. Das Holz ist leicht, weich, biegsam, elastisch und fest. Es lässt sich mit allen Werkzeugen gut und leicht bearbeiten und ergibt gehobelt schöne, glatte Flächen. Oberflächenbehandlungen mit Politur, Lack und Beize ist gut durchführbar, ebenfalls gut zu drechseln, zu schnitzen, messer- und schälfähig. Verbindungen mit Leim, Schrauben und Nägel sind sehr haltbar. – Spezifisches Gewicht 0,48 bei 15 % Feuchtigkeitsgehalt.

 
Verwendung:

Schwarzerle wird sehr vielseitig verwandt und gehört zu den wichtigsten europäischen Hölzern. Früher war es ein bevorzugtes Holz in der Sperrholzindustrie, wo es aber durch die afrikanischen Hölzer sehr verdrängt ist. Es wird in der Möbelindustrie, als Blindholz, Modellholz, im Wasser-, Mühlen- und Tiefbau, zu Erdarbeiten, in der Drechslerei und zu Schnitzarbeiten gebraucht.

 
Handel: 

Lieferungen erfolgen als Rund- und Schnittholz. Deutschland importiert dieses Holz außerdem aus den west- und nordeuropäischen Nachbarländern.

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