Merbau
 

Handelsnamen:

Hintsy (Frankreich)

Merbau (Großbritanien)
 
Botanische Bezeichnung:

Intsia acuminata Merr.

Intsia bakeri Prain.
Intsia bijuga O. Ktze.
Intsia amboinensis Thouars.
Intsia palembanica Bak.
Intsia retusa O. Ktze.
Afzelia cordiacea Ridl.
Afzelia palembaniuca Bak.
Afzelia bjiuga A. Gray.
Afzelia retusa Kurz.
Jonsesia triandra Roxb.

(Familie: Leguminosae Caesalpincoideae)

 
Herkunftsnamen:

Moluccan Ironwood (Großbritannien); Hintsina, Indrarinanda (Madagaskar); Go nuoc (Cochinchina); Berebau, Kalabau (Malaysa); Ipil, Tindalo, Labing, Sangay (Phillippinen); Kwila (Neuguinea); Vesi (Fidschi-Inseln); Kohu (Neukaledonien); Mirabow (Nord-Borneo); Lumpho, Makra, Pra du tale (Thailand); Faux gaiak (Frankreich); Bajamhout (Niederlande); Dsagunda (Andamanen); Hinga, Schoondul (Indien).

 

Vorkommen:

Diese Holzart wächst im trockenen, tropischen Klima meist in Küstenstreifen und ist in Asien weit verbreitet, vor allem in Malaya, Thailand, Cochinchina, Polynesien und auf den Seschellen und in Nord-Borneo; sie ist aber teilweise auch in Madagaskar anzutreffen.

 
Charakter:

Ein großer Baum mit Höhen bis zu 45 m und Durchmesser bei günstigen Standpunkten über 200 cm. Der Wuchs ist im wesentlichen vom Standort abhängig. Einzeln wachsende Stämme entwickeln sich schnell und haben einen kurzen Schaft mit einer breiten schirmartigen Krone. Der Schaft ist im allgemeinen auf 10-15 m astfrei, hat keine nennenswerten Wurzelläufe und durchschnittlich einen Durchmesser um 100 cm. – Die Rinde ist etwa 8 mm stark, außen grau bis orange, innen hellbraun mit rötlichbraunen Flecken und sehr faserig. - Der Stamm ist nicht immer gerade gewachsen und weist oft Krümmungen auf. – Splint und Kernholz sind gut getrennt. Der Splint ist bis 1 cm breit und weißlich bis blassgelb, während das Kernholz braun bis dunkelrotbraun ist mit hellen Streifen durchzogen, die dem Holz eine sehr dekorative Wirkung verleihen. Der Splint ist nicht zu verwerten; das Kernholz dunkelt im Licht nach. Die Poren sind ziemlich grob, in hellen Streifen liegend und enthalten ein gelbes Harz. Die Textur ist meist grob, aber sehr homogen, durchweg geradfaserig, evtl. vorkommender Drehwuchs behindert nicht. Das Holz fühlt sich leicht fettig an, und es verursacht bei Eisenmetallen Korrosion. Wässeriger Auszug aus dem Holz ist bräunlich, mit Eisenchlorid tiefschwarz. Die Trocknung ist ohne Schwierigkeiten, sowohl natürlich wie auch künstlich möglich. Das Holz hat nur sehr geringe Tendenz zum Reißen und Werfen. Es schwindet sehr wenig und unterliegt auch kaum den Witterungs- und Temperatur-Einflüssen. Das Holz ist absolut wetter-, insekten- und bodenfest. In seinen mechanischen Eigenschaften entspricht es durchweg dem Teak. – Die Bearbeitung kann ohne Schwierigkeiten mit allen Werkzeugen erfolgen, wobei dieselben zum Teil stärker stumpfen durch den Harzgehalt. Vor allen Dingen ist festzustellen, dass sich die helleren Holzarten leichter verarbeiten lassen, als die dunkleren. Das Holz ist hart, mäßig schwer, sehr zäh, gut und glatt spaltbar. Es lässt sich gut hobeln und polieren und ergibt schöne Flächen, ist gut zu drechseln, messerbar. Verleimungen sind haltbar, wobei es sich empfiehlt, synthetische Leime zu verwenden. Lack und Farbe werden gut angenommen, desgleichen sind Schrauben und Nägel sehr haltbar. – Gewicht des frischen Rundholzes ca. 1100 kg/cbm, des lufttrockenen Schnittholzes ca. 900 kg/cbm, spezifisches Gewicht bei 15 % Feuchtigkeitsgehalt 0,75 bis 0,85.

 
Verwendung:

Ein Holz, welches sich für alle Innen- und Außenzwecke eignet; als Bau- und Konstruktionsholz mit stärkerer Beanspruchung, in der Zimmerei und Schreinerei, als Maste und zu Eisenbahnschwellen, im Werft- und Wasserbau, zu Gerätestielen, Parkett und Fußboden, aber auch in der Möbel- und Furnierfabrikation.

 
Handel: 

Der Import dieser Holzart ist gering und nicht stetig. Liefermöglichkeiten aus den verschiedenen Ländern sind stets gegeben. Der größte Teil der anfallenden Produktion wird z. Zt. noch in den Wuchsgebieten lokal verbraucht.

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