Nussbaum amerikanisch
 

Handelsnamen:

Schwarznuss, Amerikanischer Nussbaum (Deutschland)

Black Walnut (USA, Großbritannien)

Noyer noir, Noyer americain (Frankreich)

 
Botanische Bezeichnung:

Juglans Nigra Linn.

Juglans nigra oblonga Marsh.

Wallia nigra Alef.
(Familie: Juglandaceae)
 
Herkunftsnamen:

Black hickory nut, Canadian walnut, Walnut tree, Waney black walnut (USA) , Dent-soo-kwa-no-ne (Indianisch);  Noce nero (Italien); Zwart amerikaansch Notenhout (Niederlande)

 

Vorkommen:

Nördliches und südöstliches Nordamerika: südliches Ontario bis Florida, mittleres Alabama und Mississippi, Michigan, Minnesota bis Nebraska, Kansas und Texas. Vorkommen immer nur in einzelnen häufig weit von einander entfernten Gruppen.

 
Charakter:

Bis zu 40 m hoher Baum mit Durchmessern bis zu 250 cm. Schaft meist bis etwa 8 m astfrei. Rinde kleinschuppig, später tiefrissig, von dunkelgrauer Farbe. Splint und Kernholz scharf voneinander getrennt. Der Splint ist fast weiß und bei Waldbäumen schmal – etwa 2,5 cm -, dagegen breit bei Freistand – bis zu 8 cm. – Das Kernholz schattiert von hellbraun, schwach lila bis tief dunkelbraun, bei Waldbäumen tief schokoladenfarbig, seidenglänzend. Gabeläste und Wurzelstücke sind schön gewellt und gemasert. Poren groß, deutlich, gleichmäßig zerstreut. Faser- und Farbabweichungen sind häufig. Das Holz ist hart, schwer, fest, dauerhaft, geradfaserig, mäßig schwindend, ziemlich biegsam und elastisch, reißt aber leicht. Es spaltet sich leicht und ist mit allen Werkzeugen gut und glatt zu bearbeiten. Gut polierbar. Verbindungen mit Schrauben, Nägeln und Leim sind leicht herstellbar und haltbar. Nach sorgfältiger Trocknung arbeitet das Holz nicht mehr. Spezifisches Gewicht bei 15% Feuchtigkeitsgehalt 0,60 bis 0,80. Gewicht des frischen Rundholzes ca. 900 bis 950 kg/cbm, des lufttrockenen Schnittholzes ca. 600 kg/cbm.

 
Verwendung:

Beliebtes Ausstattungsholz für Möbel- und Innenausbau, Furnierfabrikation, Luxusartikel, Klavierindustrie, Flugzeugbau, Schnitzarbeiten. Schwarznuss ist sehr dekorativ, weshalb es vielseitig überall da verarbeitet wird, wo vor allen Dingen auf die natürliche Zeichnung des Holzes Wert gelegt wird. Es wird auch bevorzugt für die Herstellung von Gewehrschäften verwandt.

 
Handel: 

Deutschland war vor dem Kriege der größte Abnehmer für amerikanisches Nussbaumholz. Inzwischen sind die Importe wieder stark gestiegen. – Import erfolgt meist als Rundholz für die Furnierindustrie, jedoch auch als scharfkantig besäumte Bretter, Bohlen und Kantholz, praktisch fehlerfrei.

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