Palisander
 

Handelsnamen:

(Ostind.) Palisander (Deutschland)

Indian Rosewood (Großbritannien)
Palisandre de lÌnde (Frankreich) 

Palissanderhout (Niederlande)

 
Botanische Bezeichnung:

Dalbergia latifolia Roxb.

Dalbergia javanica Miq.

Dalbergia marginata Roxb.

(Familie: Leguminosae Papilionatae) 
 
Herkunftsnamen:

Bombay blackwood (Großbritannien); Shisham, Biti, Eravadi, Kalaruk, Serisso (Indien); Sonokling, Sonosoengoe (Java).

 

Vorkommen:

Bevorzugt im indischen Inselgebiet, vor allem im Gebiet von Bombay, dann aber auch in Ceylon und Java, häufig vergesellschaftet mit Teak.

 
Charakter:

Ein großer laubabwerfender Baum, der je nach Wuchsgebiet Höhen bis etwa 25 m und Durchmesser bis 150 cm erreicht, in manchem Gegenden aber auch nur bis etwa 30 cm stark wird. Der Schaft ist sehr gut und gerade gewachsen, zylindrisch und bis etwa 10 m astfrei. Die Rinde ist grau. Splint und Kernholz sind scharf getrennt. Der Splint ist schmal, gelblich bis grauweiß, manchmal mit einer rötlichen Tönung. Das Kernholz variiert in der Farbe von goldbraun bis dunkelpurpurbraun mit dunkleren, teils schwarzen Adern fast regelmäßig durchzogen.  Die dunkleren Streifen begrenzen die Zuwachszonen und geben dem Holz eine typische, attraktive Wirkung, die besonders im Flachschnitt schön zutage tritt. Durch Einwirkung von Licht und Luft wird das Holz im laufe der Zeit etwas heller. Das Holz ist dem Jacaranda sehr ähnlich, nur poröser als dieses. Es hat eine mittlere und gleichmäßige Textur, während die Struktur Wechseldrehwuchs aufweist. In manchen Stämmen finden sich Kalkablagerungen, besonders im Herzen, wodurch dann die Verarbeitung erschwert wird. In frischem Zustande hat das Holz einen angenehmen Geruch, der sich aber mit Trocknung und Verarbeitung verliert. Die farbigen Inhaltsstoffe der Poren lassen sich in Alkohol lösen. Die Trocknung vollzieht sich schnell und ohne große Gefahr des Werfens. Es besteht allerdings leicht die Tendenz zur Bildung von Endrissen, vor allem, wenn das Holz zu schnell getrocknet wird. Bei einer künstlichen Trocknung des Rundholzes bleibt das Holz farbbeständiger. Das Holz ist sehr hart, zäh, dichtfaserig, mäßig schwindend und witterungsfest, Auch bei Verwendung im Freien ist es sehr dauerhaft. In seinen mechanischen Eigenschaften ist es hinsichtlich Druck und Zug um 25% der Eiche überlegen und etwa 20% härter als Greenheart. Nur der Splint wird von Insekten befallen, während das Kernholz weitgehend resistent ist. Die Verarbeitung lässt sich im allgemeinen mit allen Werkzeugen gut und leicht bearbeiten. Manche Stücke bereiten allerdings durch die Gummi- und Kalkeinlagerungen Schwierigkeiten. Gehobelte Flächen werden schön glatt und lassen sich gut polieren. Palisander ist messerbar, für die Sperrholzfabrikation aber ungeeignet. Es gibt sehr dekorative Streifer-Furniere. Die Oberflächenbehandlung ist gut durchführbar. Gut zu drechseln. Verbindungen durch Schrauben, Nägel und Leim sind sehr haltbar. – Gewicht des frischen Rundholzes ca. 1100 kg/cbm, des lufttrockenen Schnittholzes ca. 850 bis 1000 kg/cbm, spezifisches Gewicht 0,82 bei 15%Feuchtigkeitsgehalt.

 
Verwendung:

Ein bevorzugtes Holz für hochwertigen Innenausbau, Luxusmöbel, Furniere, Intarsien, Drechsler- und Galanteriewaren, Bürstenrücken, Kultgegenstände, Feininstrumentenbau, Schnitzereien etc.

 
Handel: 

Der Import erfolgt fast ausschließlich als behauenes, splintfreies Rundholz. Es erfolgen laufende Lieferungen in verschiedenen Umfang.

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