Birnbaum
 

Handelsnamen:

Birnbaum (Deutschland)

Pear (Großbritannien)
Poirier (Frankreich)
 
Botanische Bezeichnung:

Pirus communis L.

Pirus sativa C. Koch.

(Familie: Pomoideae)

 
Herkunftsnamen:

Pero, Perastro (Italien); Pereira (Portugal); Peral (Spanien); Armud ag (Türkei); Ingass, Kummathra (Arabien); Batang, Sunkeint (Indien); Pera (Honduras).

 

Vorkommen:

Weit verbreitet über Mittel- und Südeuropa – mit Ausnahme von Großbritannien und den skandinavischen Ländern – sowie in Vorder- und Westasien bis nach Sibirien.

 
Charakter:

Der Baum erreicht bei günstigen Verhältnissen Höhen bis etwa 15 m und Durchmesser bis 80 cm. Er erreicht ein Alter bis zu 150 Jahren. Der Schaft ist durchweg gut gewachsen und bis zu 6 m ast frei. Die Rinde ist tiefrissig und in fast würfelförmige, kleine Stücke aufgeteilt. Splint und Kernholz sind nicht unterschiedlich. Das Holz hat eine gleichmäßige graue bis rötliche Färbung , oft mit Markflecken versehen und daher dekorativ. Manche Stämme weisen ein „fast Harzholz“ durch eine dunklere Tönung in der Mitte des Stammes auf. Poren und Markstrahlen sind nicht zu erkennen, wohl aber die Wachstumszonen. Das Holz ist glanzlos, hart und mittelschwer. Es ist von gleichmäßiger Dichte und feiner Textur. Die Trocknung vollzieht sich langsam mit starker Tendenz zum Werfen. In trockenem Zustande hat es ein sehr gutes Stehvermögen und ist auch absolut formbeständig. Es schwindet wenig, ist witterungsfest und sehr dauerhaft. Birnbaum ist schwer zu Spalten, ziemlich biegsam und fest und auch ziemlich elastisch. Die Bearbeitung ist mit allen Werkzeugen gut und leicht durchzuführen. Es lässt sich gut drechseln und messern. Politur, Farbe, Lack, Beize und Leim werden gut angenommen, desgleichen lässt es sich gut und haltbar nageln und schrauben. – Gewicht des frischen Rundholzes ca. 1100 kg/cbm, des lufttrockenen Schnittholzes ca. 750 kg/cbm, spezifisches Gewicht 0,65 bei 15% Feuchtigkeitsgehalt.

 
Verwendung:

Birnbaum ist eines der europäischen „Edelhölzer“ und wird sehr vielseitig verwandt: als erstklassiges Furnierholz, bekannt unter dem Namen „Schweizer Birnbaum“, für deinen Innenbau und Vertäfelungen, für Möbel, Musikinstrumente – besonders Holzblasinstrumente – Intarsien, Drechslereien und Schnitzereien, zu Zollstöcken, Holzmessinstrumente, Präzisionsgeräte, Reißschienen, Maschinenteile, Riemenscheiben, Werkzeuge, Druckstöcke, Obst- und Weinpressen etc.- Das Holz lässt sich gut dämpfen und nimmt hierbei einen dunkelroten Ton an, der später noch nachbräunt. Außerdem gehört Birnbaum zu den wenigen Hölzern, die sich schwarz färben lassen, weshalb es auch als Ersatz für Ebenholz verwandt wird, besonders in der Klavierfabrikation u. ä.

 
Handel: 

Ein ständig gesuchtes Holz mit gleichbleibendem Bedarf. Außer dem Inlandsholz werden ständig noch größere Mengen - vor allem aus der Schweiz - importiert.

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