Esche
 

Handelsnamen:

Esche (Deutschland)

Ash (Großbritannien)
Frêne (Frankreich, Belgien)
Frassino (Italien)
Fresno (Spanien)

Jasan (Russland)

Jesion (Polen)
Asfur ag (Türkei)
Murran (Arabien)
 
Botanische Bezeichnung:

Fraxinus exelsior L.

Fraxinus apetala Lam.

(Familie : Oleaceae)
 
Herkunftsnamen:

European ash (USA); Hum, Sinnun, Kum, Sum (Indien)

 

Vorkommen:

In ganz Europa mit Ausnahme von Mittel- und Südspanien, in Vorderasien und teilweise in Indien.

 
Charakter:

Ein raschwüchsiger, laubabwerfender, mittelgroßer Bau, der Höhe bis etwa 30 m und Durchmesser bis zu 100 cm erreicht. Der Schaft ist besonders in Waldbeständen lang und gerade gewachsen und bis zu 20 m astfrei. Im Freistand neigt der Baum zum Zwieselwuchs. Er erreicht ein Alter bis zu 200 Jahren. Die Rinde ist bis zum 50. Lebensjahr glatt und grünlichgrau, später braun, fast schwarz, mit breiten Längs- und Querrissen. Splint und Kernholz sind kaum unterscheidbar. Der Splint ist breit und fast weiß. Zu einer ausgesprochenen Kernbildung kommt es mit zunehmendem Alter des Baumes, wobei derselbe sich dann grau, bräunlich bis zu olivenfarbig scharf abzeichnet. Das Spätholz ist dunkler als das Frühholz. Das Holz ist durch verschiedene Farbtöne unregelmäßig gekennzeichnet, gefladert oder gestreift und daher in seiner Wirkung dekorativ. Die Textur ist mittegrob bis grob und durchweg unregelmäßig, während die Struktur meist geradfaserig ist. Die Trocknung vollzieht sich rasch und ohne große Neigung zum Reißen und Splittern. Bei der künstlichen Trocknung empfiehlt sich allerdings eine mäßige Temperatur, um den Trockenvorgang nicht zu schnell durchzuführen. Das Holz schwindet bei Lufttrocknung mäßig, allerdings bei künstlicher Trocknung etwas stärker. Es ist nicht witterungsfest und bei Verwendung im Freien nicht dauerhaft. – Die Jahresringe sind deutlich erkennbar, Nach der Breite der Jahresringe richtet sich im wesentlichen die Zähigkeit des Holzes, wobei vor allem jüngere und gröbere Stämme mit breiten Jahresringen die größte Elastizität aufweisen. Das Holz ist schwer und hart. Es ist ziemlich druck- und biegefest, sehr zugfest und äußerst schlagfest, jedoch weniger scherfest. Frisches Holz hat einen etwas süßlich-aromatischen Geruch, aber keinen Geschmack. Es ist scher zu spalten. Die Verarbeitung ist mit allen Werkzeugen leicht und gut durchführbar. Rundholz neigt stark zur Bildung von Hirn- und Seitenrissen, weshalb es empfehlenswert ist, den Einschnitt recht schnell nach der Fällung durchzuführen. Gehobelte Flächen haben einen matten Glanz; allerdings neigen schwere Hölzer dazu, beim Hobeln an den Kanten auszureißen. Gut zu drechseln, auch schäl- und messerbar. Die Oberflächenbehandlung bereitet keine Schwierigkeiten. Leim, Nägel und Schrauben halten gut. – Gewicht des frischen Rundholzes bei 45 % Feuchtigkeitsgehalt im Mittel 920 kg/cbm, lufttrockenes Schnittholz im Mittel 750 kg/cbm, spezifisches Gewicht 0,62 bei 15 % Feuchtigkeitsgehalt.

 
Verwendung:

Esche findet sehr vielseitige Verwendung, besonders zu Sportgeräten, Werkzeugstiele und –Griffe, in der Wagnerei und im Karosseriebau zu Leitersprossen, Obst- und Weinpressen, Fassstreifen, Gewehrschäfte, Textilmaschinen, landwirtschaftliche Geräte und Drechslerwaren. – Aber auch zu Möbeln und Innenausbau, Furnieren etc. Stämme mit olivenfarbenem Kern werden als „Olivesche“ besonders gesucht, desgleichen schöne Maserknollen.

 
Handel: 

Esche gehört zu den wichtigsten europäischen Nutzhölzern und wird sowohl als Rundholz, wie auch als Schnittholz in größeren Mengen importiert, neben der Verwendung der im Inland angefallenen Qualitäten. – Die verschiedenen europäischen Provenienzen sind im Ausfall etwas unterschiedlich.

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