Fichte
 

Handelsnamen:

Fichte (Deutschland)

Whitewood (Großbritannien)
Epicéa (Frankreich)
Pezzo, Peccia (Italien)
Kuusi (Finnland)

Gran (Schweden)

Vuren (Niederlande)
Smreka (Jugoslawien)
Swierk (Polen)
Molid (Rumänien)
Kizil cam ag (Türkei)
Sanawbar saghir (Arabien)
Yellow spruce (Kanada)
Baltic pine (Australien)
 
Botanische Bezeichnung:

Picea excelsa (Lam.) Link.

Picea abies Karst.

Picea rubra A. Dietr.
Picea vulgaris Link.
Abies excelsa DC.
Abies excelsa Lam.
Abies picea Mill.
Pinus abies L.
Pinus cinerea Roehl.
Pinus excelsa Lam.
Pinus picea Dur.
(Familie : Pinaceae)
 
Herkunftsnamen:

Fichte (Deutschland) ; Whitewood (Großbritannien) ; Epicéa (Frankreich); Pezzo, Peccia (Italien); Kuusi (Finnland); Gran (Schweden); Vuren (Niederlande); Smreka (Jugoslawien); Swierk (Polen); Molid (Rumänien); Smrk (Tschechoslowakei); Kizil cam ag (Türkei). Sanawbar saghir (Arabien) ; Yellow spruce (Kanada) ; Baltic pine (Australien).

 

Vorkommen:

Weit verbreitet über ganz Mittel-, Nord- und Nordost-Europa, vom 69. Breitengrad nördlich der Pyrenäen bis nach Russland und Skandinavien.

 
Charakter:

Ein großer Baum, der je nach Standorf Höhen bis zu 50m und Durchmesser bis zu 200 cm erreicht. Der Schaft ist sehr schlank, säulenartig und stark verjüngend gewachsen, mit tellerförmigen Wurzeln, wodurch er auch sehr dem Windbruch ausgesetzt ist. Die Rinde ist hellbraun, mit zunehmendem Alter rötlichgrau bis rotbraun werdend, bis etwa 10 mm stark und sich in Schuppen ablösend. Splint und Kernholz sind kaum unterscheidbar. Eine Herzfärbung ist nicht vorhanden. Nur im Norden Europas und bei feuchten Standorten ist das Herz leicht rötlich. Das Holz ist sehr hell gelblich-braun, oft auch fast weißlich und ohne besondere Zeichnung. Es hat einen leichten, natürlichen Glanz. Die Jahresringe sind stark markiert durch den Unterschied zwischen dem helleren Früh- und dunkleren Spätholz. Fichte unterscheidet sich im Wesentlichen von der Tanne (s. d.) durch feine, allerdings nicht sehr zahlreiche Harzgänge, welche nur schwer zu erkennen sind. Der Faserverlauf ist durchweg sehr gerade, die Textur mittelgrob bis fein und gleichmäßig. Das Holz hat keinen spezifischen Geschmack oder Geruch. Die Trocknung vollzieht sich sehr schnell und gut mit einer geringen Tendenz zum Werfen und Reißen. Fichte schwindet sehr wenig und ist nicht witterungsfest. Das Holz ist ziemlich weich und leicht. In seinen mechanischen Eigenschaften entspricht es weitgehendst den anderen europäischen Nadelhölzern wie Tanne und Kiefer. Es ist ziemlich elastisch und sehr leicht zu spalten. Es brennt gut und entzündet sich rasch. Von Insekten wird es leicht befallen. – Die Bearbeitung ist mit allen Werkzeugen, sowohl mit Maschinen, wie auch von Hand leicht durchzuführen. Gehobelte Flächen haben einen schönen Glanz. Die Oberflächenbehandlung ist mit Lack, Firnis und Farbe leicht durchzuführen, wobei allerdings auf vorkommenden Austritt von Harz zu achten ist. Verbindungen mit Leim, Schrauben und Nägel sind leicht herstellbar und sehr haltbar. Fichte lässt sich auch gut drechseln, schnitzen, messern und schälen. – Gewicht des frischen Rundholzes ca. 800 kg/cbm, des lufttrockenen Schnittholzes im Durchschnitt 550 kg/cbm, spezifisches Gewicht 0,45 bei 15 % Feuchtigkeitsgehalt.

 
Verwendung:

Fichte gehört zu den meistgebrauchten Hölzern überhaupt und wird für alle Innen- und Außenzwecke verwandt: als Bau- und Konstruktionsholz, Leistungsmaste, Schalung, in der Böttcherei, Schreinerei und Tischlerei, zum Innenausbau, als Mittellagen und Blindholz, Schälfurniere, Sperrholz, Streichhölzer, Kistenfabrikation, Pflasterklötze, Wagnerei, Papier- und Grubenholz etc.

 
Handel: 

Außer den inländischen Produktionen werden jährlich große Mengen Fichte aus dem Ausland als Rund- und Schnittholz importiert.

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