Lärche europäisch
 

Handelsnamen:

Lärche (Deutschland)

Lergat (Österreich)

Larch (Großbritannien)

Larice (Italien)
Melèze (Frankreich)
Lärk (Schweden)
Kara cam (Türkei)
Lariqs munfad (Arabien)
 
Botanische Bezeichnung:

Larix decidua Mill.

Larix europaea DC.
Larix europaea Lam.
Larix europaea communis Laws.
Larix excelsa Link.
Larix folio deciduo Mill.
Larix larix Karst.
Larix pyramidalis Salisb.
Larix vulgaris Fisch.
Abies larix Lam.
Pinus larix L.
Pinus larix communis Engl.
(Familie : Pinaceae)
 
Herkunftsnamen:

siehe oben

 

Vorkommen:

Weit verbreitet über Mitteleuropa mit Schwerpunkten in den Alpen, den Karpaten und in Polen, in anderen Teilen kultiviert.

 
Charakter:

Der Baum erreicht eine Höhe bis zu 45 m und Durchmesser bis zu 120 cm. Die im Wald und in geschlossenen Beständen gewachsenen Bäume sind sehr gerade und zylindrisch und im Schaft bis zu 2/3 ihrer Länge astfrei. Einzeln gewachsene Stämme haben Neigungen zum Säbelwuchs. Durch Befall von Lärchenkrebs können kropfige Anschwellungen vorkommen. – Die Rinde ist an jungen Bäumen glatt und aschgrau, später bis zu 3 cm stark werdend und borkig. Der Rindenanteil das Stammes ist sehr hoch und liegt bei 16-24%. – Splint und Kernholz ist im frischen Zustande dunkel rötlichbraun, später nachdunkelnd. Die Jahresringe sind durch sehr breite, dunkle Spätholzzonen scharf markiert, etwas wellig verlaufend und an der Oberfläche mattglänzend. Harzkanäle sind gut erkennbar. Das Holz ist stark harzhaltig. Es hat keinen besonderen Geschmack, im frischen Zustande aber einen aromatischen Geruch. Die Struktur ist meist sehr geradfaserig und relativ astrein, die Textur mäßig groß aber gleichmäßig. Die Trocknung vollzieht sich schnell, allerdings mit einer geringen Tendenz zum Werfen und Reißen. Kernschäle kann durch Baumschwamm auftreten. Zur Vermeidung von leicht auftretenden Kantenrissen ist es empfehlenswert, den Einschnitt unentrindet durchzuführen. – Das Holz schwindet sehr wenig und ist mäßig witterungsfest. Unter Wasser verwandt wird Lärche steinhart und hat einen äußerst lange Haltbarkeit. Das Holz ist weich, leicht, gut spaltbar und nur schwach elastisch. Nur das Splintholz lässt sich imprägnieren. – Die Bearbeitung bereitet weder von Hand noch mit Maschinen irgendwelche Schwierigkeiten. Vorkommende Äste sind allerdings hart und oft spröde. Die Oberflächenbehandlung ist gut durchzuführen. Farbe, Lack, Firnis und Leim werden gut angenommen. Schrauben halten gut, allerdings ist beim Nageln wegen leichter Rissbildung Vorsicht geboten. – Gewicht des frischen Rundholzes ca. 900 bis 1000 kg/cbm, des lufttrockenen Schnittholzes ca. 720 kg/cbm, spezifisches Gewicht 0,57 bei 15 % Feuchtigkeitsgehalt.

 
Verwendung:

Als Bau- und Konstruktionsholz für alle Innen- und Außenzwecke, besonders im Wasser-, Brücken-, Gruben-, Erd- und Mühlenbau, aber auch in der Böttcherei, da Lärche sehr säurefest ist, zu Schwellen, Fenster, Treppen, Türen etc., in der Möbel- und Kunsttischlerei, zum Innenausbau, zu Messerfurnieren u. ä. – Die Lärche liefert das Venezianische Terpentin, bzw. das sogenannte Orenburger Gummi. Die Rinde enthält ca. 1,6 % Gerbstoff und wird in Russland und Ungarn als Gerberlohe benutzt.

 
Handel: 

Lärche ist eines der wertvollsten Nadelhölzer. Es wird stets als Rund- und Schnittholz aus einheimischen Provenienzen und als Importware gehandelt.

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