Sucupira
 

Handelsnamen:

Sucupira (Brasilien, Großbritannien)

Coeur dehors (Franz.-Guayana, Frankreich)
 
Botanische Bezeichnung:

Bowdichia virgilioides H. B. K.

Bowdichia nitida Benth.
Bowdichia guianensis Ducke.
Diplotropis guianensis (Tul.) Benth.
Diplotropis purpurea Amsh.

(Familie: Leguminosae Papilionatae)

 
Herkunftsnamen:

Zwarte kappes (Surinam, Niederlande); Tataboe (Surinam); Alcornoque (Venezuela); Sicupira, Sebipira, Sapupira preta, Mirim, Hudoke, Licupira (Brasilien).

 

Vorkommen:

In erster Linie in Brasilien, sowie im nördlichen Süd-Amerika: Venezuela und den Guayanas.

 
Charakter:

Ein großer Baum, der Längen über 35 m und Durchmesser bis über 120 cm erreicht. Der Schaft ist sehr gerade und zylindrisch gewachsen und bis etwa 20 m astfrei. Splint und Kernholz sind scharf getrennt. Der Splint ist schmal und fast farblos. Das Kernholz ist rot bis braunrot und mit helleren, gelblichen Parenchym-Adern durchzogen, welche besonders nach dem Hobeln deutlich hervortreten. Die Poren sind groß und deutlich zu erkennen, Jahresringe nicht sichtbar. Die Struktur ist selten geradefaserig, meist widerspänig und drehwüchsig, die Textur grob und nicht gleichmäßig. Die Trocknung muss langsam erfolgen, da immer Neigung zum Werfen besteht. Das Holz schwindet wenig und isst sehr dauerhaft, auch bei Verwendung im Freien. Gegen Insekten- und Wurmbefall ist Sucupira sehr resistent. Das Holz ist hart, schwer, fest und zäh. Seine mechanischen Eigenschaften sind gut. Die Bearbeitung ist nicht leicht, besonders bei stärkerem Drehwuchs. Das Holz reißt an den Kanten leicht ein und hat vielfach stärkere Kantenrisse. Es lässt sich aber gut hobeln, wird schön glatt und ist sehr gut zu polieren. Überhaupt bereitet die Oberflächenbehandlung keine Schwierigkeiten. Auch gut zu messern und zu schälen. Verbindungen mit Leim, Schrauben und Nägeln sind haltbar. – Spezifisches Gewicht je nach Herkunft und Dichte zwischen 0,80 und 1,10 im Mittel 0,98, bei 15% Feuchtigkeitsgehalt.

 
Verwendung:

Als Bau- und Konstruktionsholz für alle Innen- und Außenzwecke, Eisenbahnschwellen, Fenster, Türen, Fußboden, Parkett, aber auch zum Innenausbau, Möbel, Messerfurniere etc.

 
Handel: 

Lieferungen erfolgen meist als Rundholz; es werden aber auch Furniere aus Brasilien angeboten. Sucupira hat sich seit dem Kriege in Deutschland gut eingeführt. Die Importmengen sind unterschiedlich groß.

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