Teak
 

Handelsnamen:

Teak (Großbritannien, Deutschland, Benelux).

Teck (Frankreich)

Tek ag, Sac ag (Türkei)

Teakträ (Schweden)

 
Botanische Bezeichnung:

Tectona grandis L. f.

(Familie: Verbenaceae)
 
Herkunftsnamen:

Sagon, Tehkku, Tegina, Tadi (Indien); Kyun, Mai Sak, Pahi (Burma); Jati, Sak (Thailand); Djati thi (Indonesien); Kedire, Kembal, Semarang (Java).

 

Vorkommen:

In Südostasien mit Ausnahme von Malaya, speziell in Burma, Indien, Thailand, Vietnam, Laos, Cambodga, Java; in Afrika, besonders in Kamerun und Togo, kultiviert. – Je nach seiner Herkunft unterscheidet man Burma- , Rangoon- , Siam- , Java- , Moulmein-Teak etc.

 
Charakter:

Ein laubabwerfender Baum mit Höhe bis zu 40 m und Durchmessern bis zu 150 cm, meist aber in geringen Abmessungen im Handel, Der Schaft ist bis zu 25 m astfrei, gewöhnlich unrund. Teak wächst besonders in Gegenden, in denen die Trocken- und Regenzeiten gleichmäßig abwechseln. Die Rinde ist bis zu 15 mm stark, ziemlich weich, tief längsrissig, abblätternd, grau und hat einen herben Geschmack. Splint und Kernholz gut getrennt. Der Splint ist hellgelblichgrau und schmal. Das Kernholz hat frisch eine goldbraune Farbe, in etwa an Eiche erinnernd, später an der Luft auf hell- bis dunkelbraun nachdunkelnd. Es ist oft von dunkleren, fast schwarzen Adern durchzogen und daher sehr dekorativ. Im Längsschnitt glänzt es schwach seidenartig. Zuwachszonen sind erkennbar. Die Poren sind groß und mit phosphorsaurem Kalzium als weißer Substanz angefüllt, welche im Querschnitt als weiße Adern erscheinen. Bei reichlichem Auftreten hat das Holz ein graues Aussehen; oft ist auch die Markröhre mit Kalk gefüllt. Das Holz ist geradwüchsig und kaum schwindend. Es hat eingutes Stehvermögen und lässt sich gut und leicht trocknen. Es ist witterungsfest und gegen Insekten resistent. Im frischen Zustande hat das Holz einen intensiven Geruch, in etwa an Leder erinnernd. Es enthält ätherisches Öl und Kieselsäure. Diese mineralischen Bestandteile des Holzes erschweren die Verarbeitung und nutzen die Werkzeuge stark ab. Auch im Inneren der Stämme zeigen sich häufig Verkalkungen und Verkieselungen. – Das Holz ist auch sehr beständig bei hohen Temperaturen und im Temperaturwechsel. – Frischgeschnittenes Holz ist wachsig; es enthält Öl, das dass Rosten von Nägeln und Eisenteilen verhindert. Das Holz ist mittelschwer, fest und hart. Es lässt sich aber mit allen Werkzeugen gut und sauber bearbeiten bei einem sehr guten Stehvermögen. Messer- und schälbar. Gut zu drechseln. In seiner Härte entspricht es ungefähr der Eiche. Da es nicht fasert, lässt es sich gut hobeln, fräsen und bohren. Es übertrifft an Festigkeit alle europäischen Holzarten und saugt im trockenen Zustand kaum Wasser auf. – Gesicht des frischen Rundholzes ca. 750 bis 1.000 kg/cbm, im Mittel ca. 850 kg/cbm, des lufttrockenen Schnittholzes ca. 550 bis 800 kg/cbm. – Damit das Rundholz geflößt werden kann, werden die Stämme zwei bis drei Jahre für den Abhieb geringelt.

 
Verwendung:

Ein ausgesprochen vielseitiges Nutzholz, praktisch für alle Innen- und Außenzwecke verwendbar: als Konstruktionsholz mit hohen Ansprüchen an Festigkeit und Stehvermögen, als Schiffs- , Werft- und Deckplanken, im Eisenbahnbau, zu Schwellen, Parkett, Fußböden, im Innenausbau, Kunsttischlerei, Möbelfabrikation, als hochwertiges Furnierholz, in der Böttcherei etc. – Teak hat sich in den letzten Jahren in ganz Europa als ein bevorzugtes Holz eingeführt.

 
Handel: 

Die Importe sind bedeutend und erfolgen laufend. Lieferungen erfolgen als Rundholz, sowie auch als Schnittholz in Standarddimensionen und Spezialabmessungen.

Zum Seitenanfang